Projektdaten
| Leistung | Fassadenreinigung |
| Objektart | Wohnkomplex |
| Fläche | ca. 8.000 m² Fassadenfläche |
| Material | Metallfassade |
| Ort | München, Bayern |
| Jahr | 2026 |
| Verfahren | ohne Gerüst, mit Hubarbeitsbühne, abschnittsweise |
| Dauer | 1 Woche |
| Auftraggeber | Wohnungsbaugesellschaft |
| Ausgangslage | stark verschmutzte Metallfassade |
Die Aufgabe
Zu reinigen waren rund 8.000 Quadratmeter Fassadenfläche an einem Wohnkomplex in München. Die Fassade ist eine Metallfassade und war stark verschmutzt – über Jahre hatten sich Feinstaub, Verkehrsablagerungen und Witterungsspuren auf den Oberflächen festgesetzt. Bei Metall zeigt sich das anders als bei Putz: Statt eines grünen Schleiers entsteht ein gleichmäßiger, matter Grauschleier, der die ursprüngliche Oberflächenwirkung nach und nach verschwinden lässt.
Der Auftrag kam von einer Wohnungsbaugesellschaft. Das prägt die Anforderungen: Die Anlage blieb während der gesamten Arbeiten bewohnt, der Zeitrahmen war vorgegeben, und das Ergebnis musste über alle Gebäudeseiten hinweg gleichmäßig ausfallen – eine gereinigte Südseite neben einer ungereinigten Nordseite wäre in einem Wohnbestand sofort Gesprächsthema.

Warum Metallfassaden eigene Regeln haben
Metallfassaden verlangen ein anderes Vorgehen als Putz oder Klinker – und der häufigste Fehler ist, sie wie eine mineralische Oberfläche zu behandeln.
Die Reinigungsmittel sind der kritische Punkt. Stark alkalische Reiniger, wie sie auf mineralischen Untergründen üblich sind, greifen Aluminium und dessen Beschichtungen an. Was auf Beton unproblematisch ist, hinterlässt auf einer beschichteten Metalloberfläche matte Flecken oder löst die Beschichtung an. Die Auswahl richtet sich deshalb nach dem Material und nicht nach der Verschmutzung.
Schlierenbildung ist die zweite Gefahr. Metall ist glatt und nicht saugfähig. Reinigungsflotte und Spülwasser laufen ab, statt einzuziehen – trocknen sie unkontrolliert an, bleiben sichtbare Laufspuren zurück. Auf einer Putzfassade fällt das kaum auf, auf einer großen Metallfläche im Streiflicht dagegen sofort. Deshalb muss abschnittsweise gearbeitet und zügig nachgespült werden, und deshalb ist die Arbeitsrichtung von oben nach unten hier keine Empfehlung, sondern zwingend.
Der dritte Punkt sind die Stöße. Fassadenkassetten und Paneele haben Fugen und Übergänge, in denen sich Schmutz sammelt und in denen Wasser stehen bleibt. Sie brauchen eigene Aufmerksamkeit – bleiben sie ausgespart, zeichnet sich das Raster der Elemente nach der Reinigung deutlicher ab als vorher.

Die Durchführung
Gearbeitet wurde ohne Gerüst, mit Hubarbeitsbühne. Bei einem bewohnten Wohnkomplex ist das nicht nur die günstigere, sondern auch die verträglichere Lösung: Ein Gerüst hätte über Wochen an der Fassade gestanden, Fenster verstellt, Stellplätze blockiert und den Zugang zu den Balkonen eingeschränkt. Die Bühne steht dort, wo gerade gearbeitet wird, und ist danach wieder weg.
Die 8.000 Quadratmeter wurden in Abschnitten abgearbeitet und waren nach einer Woche fertig. Diese Geschwindigkeit ist bei Metall auch inhaltlich begründet: Weil zwischen Auftrag und Nachspülen wenig Zeit liegen darf, muss ein Abschnitt in einem Zug durchlaufen. Eine über Wochen gestreckte Bearbeitung hätte mehr Übergänge und damit mehr Risiko für sichtbare Ansätze bedeutet.

Was das für vergleichbare Objekte bedeutet
Der Fall zeigt zweierlei. Erstens: 8.000 Quadratmeter sind in einer Woche zu schaffen, wenn ohne Gerüst gearbeitet wird und die Abschnitte richtig geschnitten sind. Zweitens: Die Entfernung zum Firmensitz spielt bei dieser Größenordnung keine Rolle mehr. Anfahrt und Aufbau fallen einmal an und verteilen sich auf 8.000 Quadratmeter – bei einem Einfamilienhaus wäre dieselbe Fahrt nach München nicht darstellbar, hier ist sie ein Randposten.
Für Wohnungsunternehmen mit Beständen an mehreren Standorten finden Sie die Einzelheiten unter Wohnungsunternehmen und Wohnungsbaugesellschaften, zur Ausführung an Anlagen dieser Größe unter Wohnkomplexe und Großwohnanlagen. Eine Übersicht aller Leistungen für größere Objekte: Großobjekte.

Bestand in ähnlicher Größenordnung?
Wir besichtigen das Objekt, legen eine kostenlose Probefläche an – bei Metallfassaden besonders wichtig – und geben anschließend einen Festpreis ab.
